Ein 40er Vintage Kit

 

Bei meiner Suche nach geeigneten Drums fĂŒr ein Jazz-Trio wurde ich vor Jahren auf „KitCore“ aufmerksam. Der Grund: die Firma ‚Sonoma Wire Works‘ bot ein altes 40er-Vintage-Drumkit an, das weniger schlank als modernere Kits klang. In meinem Jazz-Trio sollte den Drums Raum und Klang zukommen, nicht ein sanftes Verschwinden. Zu erlĂ€utern ist, dass mein Trio tatsĂ€chlich nur ein virtuelles ist, das in mein Projekt-Studio einzuziehen hatte. Ich kaufte damals KitCore 2.0 (build 16), das 40er Drumkit separat, ich war also eigentlich nicht an KitCore interessiert, sondern an dem 40er Kit.

Aktuell gibt es die Drum-Software-Version 4.3.4 zu erwerben, und diese in verschiedenen Versionen, als Lite, Prime oder Ultra. Die Software wurde ĂŒbrigens in DrumCore unbenannt. Enthalten sind verschiedene DrumKits, nach Stilen sortiert, auch nach populĂ€ren Drumern, ebenso Midi-Files, inzwischen auch Loops. All dies war und ist mir jedoch völlig gleichgĂŒltig. Ich habe bislang kein Update vorgenommen, sondern nutze weiterhin die alte Version 2.0 mit dem 40er Set. Die gebotenen Möglichkeiten reichen mir. Das 40er Kit ist als ‚Sticked‘ und ‚Brushed‘ zugĂ€nglich, zudem gibt es einen separaten Percussion-Bereich. Die einzelnen Instrumente sind in den Sektionen relativ umfangreich, auch wenn eine Experimentierfreude Grenzen erfĂ€hrt. Weiter Klangspiele wĂ€ren z.B. per Sampler hinzuzufĂŒgen. Aber es ist ein Kit, das fĂŒr Jazz als Basis taugt. Als einzig nennenswerter Fx sticht in der alten Version die Dynamik hervor. Inzwischen ist besonders der Fx-Bereich angewachsen. Beurteilen kann ich Neuerungen nicht; sie interessieren mich allerdings auch nicht.

Das alte KitCore, neuerdings DrumCore genannt, erlaubt den Klang analoger Drums digital einzubinden, inzwischen sogar angereichert mit Fx. Mein Interesse war jedoch viel spezifischer, bezog sich auf ein 40er-Vintage-Kit, das inzwischen Teil eines Jazz-Trios wurde. Das Kit, dies sei abschließend hervorgehoben, erfĂŒllte meine BedĂŒrfnisse.

◊ Leserartikel bei Amazona.de
Januar 2018